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Auswirkungen des Gebäudeenergiegesetz für Bestandsimmobilien.


Dieser Beitrag erläutert kurz die Auswirkungen des Gebäudeenergiegesetzes auf Bestandsimmobilien mit Gas- oder Ölheizungen, die jünger oder älter als 30 Jahre sind.
Gas- und Ölheizungen in Bestandsimmobilien.

Ist Ihre Immobilie in einer Stadt oder Gemeinde mit einer Einwohnerzahl von mehr als 100.000?



Heizungen die älter sind als 30 Jahren


Sollte Ihre Heizung ein Alter von 30 Jahren überschreiten, besteht bereits eine grundsätzliche Pflicht, den Heizkessel nach diesem Zeitraum zu erneuern. Es existieren jedoch Ausnahmen, etwa für Brennwertkessel oder für den Fall, dass Sie seit dem 1. Februar 2002 in einem Ein- oder Zweifamilienhaus residieren.

Es ist in den meisten Situationen ratsam, schon jetzt eine Heizung zu wählen, die auf Erneuerbaren Energien basiert. Dies fördert nicht nur den Klimaschutz, sondern ist auch wirtschaftlich vorteilhaft, dank der finanziellen Unterstützung durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).

Falls in Ihrer Kommune bisher keine Entscheidung zur Gebietsausweisung, die einen kommunalen Wärmeplan berücksichtigt, für beispielsweise ein Wärmenetz getroffen wurde, ist es Ihnen gestattet, zwischen dem 1. Januar 2024 und dem 30. Juni 2026 eine Heizung zu installieren, die ausschließlich mit fossilem Öl oder Gas betrieben wird. Ab 2029 müssen solche Heizungen jedoch einen zunehmenden Anteil an Biomethan oder grünem oder blauem Wasserstoff verwenden. Es ist auch ratsam, die steigenden CO₂-Preise zu berücksichtigen. Wenn Ihre Kommune eine Entscheidung zur Gebietsausweisung für ein Wärmenetz, die einen kommunalen Wärmeplan einbezieht, getroffen hat, wird der Einbau von Heizungen, die zu 65 Prozent mit Erneuerbarer Energie betrieben werden, zur Pflicht.


Heizungen die jünger sind als 30 Jahren


Die Heizung ist noch funktionsfähig oder kann repariert werden ?


Sie sind derzeit nicht dazu verpflichtet, Ihre Heizung zu ersetzen, und können erforderliche Reparaturen vornehmen. Diese Regelung bleibt bestehen.


Wenn Sie jedoch einen Austausch der Heizung in Erwägung ziehen, sollten Sie folgende Punkte beachten:


Es ist in vielen Fällen ratsam, schon jetzt auf eine Heizung umzusteigen, die mit Erneuerbaren Energien arbeitet. Dies ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch wirtschaftlich lohnenswert, dank der finanziellen Unterstützung durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).


Falls in Ihrer Kommune noch keine Entscheidung zur Ausweisung eines Gebiets für ein Wärmenetz, das einen kommunalen Wärmeplan berücksichtigt, getroffen wurde, ist es Ihnen erlaubt, zwischen dem 1. Januar 2024 und dem 30. Juni 2026 eine Heizung zu installieren, die ausschließlich mit fossilem Öl oder Gas betrieben wird. Ab 2029 müssen diese Heizungen jedoch einen wachsenden Anteil an Bioenergie oder Wasserstoff verwenden. Sie sollten auch die steigenden CO₂-Preise berücksichtigen. Wenn in Ihrer Kommune bereits eine Entscheidung zur Gebietsausweisung für ein Wärmenetz vorliegt, die einen kommunalen Wärmeplan einbezieht, wird der Einbau von Heizungen, die zu 65 Prozent mit Erneuerbarer Energie laufen, obligatorisch. Mehr Informationen finden Sie hier.


Nach dem 30. Juni 2026 ist es verpflichtend, dass neu installierte Heizungen zu 65 Prozent mit Erneuerbaren Energien betrieben werden müssen, wobei es Übergangsbestimmungen und Ausnahmen gibt.


Die Heizung ist kaputt und eine Reparatur ist nicht möglich ?


Falls Ihre Heizung nach dem 1. Januar 2024 ausgefallen ist, wäre es in den meisten Fällen ratsam, auf eine Alternative mit Erneuerbaren Energien umzusteigen. Dies unterstützt nicht nur den Klimaschutz, sondern ist auch finanziell attraktiv durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).


Wenn in Ihrer Kommune noch keine Entscheidung zur Gebietsausweisung für ein Wärmenetz, das einen kommunalen Wärmeplan einbezieht, getroffen wurde, haben Sie zwischen dem 1. Januar 2024 und dem 30. Juni 2026 die Möglichkeit, eine Heizung zu installieren, die mit fossilem Öl oder Gas betrieben wird. Hierbei besteht eine verbindliche Informationspflicht im Vorfeld, da diese Entscheidung mit wirtschaftlichen Risiken verbunden ist. Ab 2029 müssen diese Heizungen einen zunehmenden Anteil an Biomethan oder grünem oder blauem Wasserstoff verwenden. Auch die steigenden CO₂-Preise sollten berücksichtigt werden. Wenn Ihre Kommune bereits eine Entscheidung zur Gebietsausweisung für ein Wärmenetz getroffen hat, die einen kommunalen Wärmeplan berücksichtigt, wird der Einbau von Heizungen, die zu 65 Prozent mit Erneuerbarer Energie betrieben werden, zur Pflicht. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.


Nach dem 30. Juni 2026 ist der Betrieb neu installierter Heizungen zu 65 Prozent mit Erneuerbaren Energien obligatorisch, wobei es Übergangsbestimmungen und Ausnahmen gibt.


Für Vermieter ist es wichtig zu wissen: Bei der Installation einer umweltfreundlichen Heizung können Sie eine Modernisierungsumlage von bis zu zehn Prozent der aufgewendeten Kosten für die Wohnungen erheben. Erhaltene Fördermittel müssen von den Kosten abgezogen werden. Ohne Inanspruchnahme von Förderung darf eine Modernisierungsumlage von acht Prozent erhoben werden. In jedem Fall darf die Umlage maximal 50 Cent pro Quadratmeter und Monat betragen.


Wenn Sie Ihre Heizung vor dem 1. Januar 2024 installieren, sind Sie noch nicht von den Änderungen im Gebäudeenergiegesetz betroffen, die zu diesem Zeitpunkt in Kraft treten. Somit müssen Sie noch nicht die Anforderung erfüllen, dass neue Heizungsanlagen zu 65 Prozent mit Erneuerbaren Energien betrieben werden müssen.


Trotzdem wäre es in den meisten Situationen ratsam, schon jetzt eine Heizungslösung mit Erneuerbaren Energien in Erwägung zu ziehen. Dies ist nicht nur förderlich für den Klimaschutz, sondern auch finanziell vorteilhaft aufgrund der verfügbaren finanziellen Unterstützung durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).

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